2. Etappe: Indonesien – Gili Air (Tag 52 bis 56)

Das Inselparadies

Wo Nichtstun groß geschrieben wird

Gili Air ist eine von drei winzigen Inseln im Norden von Lombok. Die Tage hier gleiten dahin… Eines Abends lernen wir zwei Mädels kennen, die schon seit zwei Wochen hier sind und es irgendwie nicht weg geschafft haben. Kann ich mir gut vorstellen. Die Insel ist schon was besonderes, denn

1. Es gibt keine Motorfahrzeuge.
Nur Fußgänger, Pferdekutschen und E-Scooter. Für die Ohren der Himmel auf Erden, wenn man vom Verkehrs-Chaos des Festlands her kommt. Allerdings sind wir nie mit den Kutschen gefahren. Die Tiere sahen doch etwas mitgenommen aus, ich habe in der ganzen Zeit nicht erlebt, dass ein Pferd in der Hitze mal Wasser bekommen hätte…

Pferdekutschen auf Gili Air

2. Es ist ein Schnorchelparadies.
Fischschwärme, die die Boote umrunden (weil sie von dort gefüttert werden), Korallen, Seeigel, manchmal auch Schildkröten (eher auf Gili Meno als auf Gili Air), kleine bunte Fische (Nemo) und das Beste: Wir brauchen nur vom Strand ins Wasser zu springen und müssen keine Bootstour buchen!

Fische beim Schnorcheln auf Gili Air
Und am Abend auf dem Teller

3. Eine geplante Auszeit lässt sich hier wunderbar durchziehen.
Schon oft hatte ich mir vorgenommen, nichts zu tun – und habe dann doch wieder irgendwas gemacht, oft nicht mal was sinnvolles. Die Gefahr besteht auf Gili Air nicht. Es gibt unzählige Strandbars, Cafés und Restaurants mit Sitzsäcken im Strand, in denen ich aufs Meer hinaus blicken kann. Nicht immer funktioniert das W-Lan einwandfrei, und so bleibt mehr Zeit für anderes: Ein Kaffee unter dem Sonnenschirm, nette Gespräche, Nichtstun, noch ein Kaffee, ein Abendspaziergang um die Insel im Sand, Poispielen. Und Nichtstun.