Südamerika. Ein Zwischenbericht

¿Hablas español?

Spracherfahrungen in Südamerika

Wer nach Südamerika geht muss sich auf eines gefasst machen: Mit der „Weltsprache Englisch“ kommt man hier wirklich nicht weit!

Wir begannen unsere Reise in Santiago de Chile. Man könnte meinen in der chilenischen Hauptstadt sei Englisch noch verbreitet, doch weit gefehlt. Unser Hostel ist eine kleine englische Insel. Sobald wir auch nur zum Kiosk nebenan gehen um uns eine Wasserflasche zu kaufen werden wir schon bei einem “Hello” schief angesehen. Zum Glück haben wir beide schon ein Jahr Spanisch gelernt. Wir sind auf einem Level in dem wir die besagte Wasserflasche bestellen können, manchmal verstehen wir sogar den Preis ohne dass uns der Verkäufer diesen aufschreiben muss. Doch sobald wir ins Gespräch mit den Einwohnern von Santiago kommen wird es schwierig. Nach den üblichen Standards wie „Wie heißt du?“ und „Wo kommst du her“ ist unser Wortschatz nach kurzer Zeit erschöpft. Erschwerend kommt hinzu, dass die Chilen wahnsinnig schnell sprechen. Immerhin das ist nicht nur unser Empfinden, denn die Chilenen sagen das auch von sich selbst. Auf unsere Bitte hin, langsamer zu sprechen, werden wir oft verwundert angesehen. Anschließend prasseln die Worte nicht mehr wie ein Wasserfall, sondern nur noch wie ein starker Regenguss auf uns nieder. Vielleicht sind die Chilenen so sehr an ihr Sprachtempo gewöhnt, dass ihnen das langsam sprechen so schwer fällt wie dem Schwaben das Hochdeutsch.

Die Tatsache, dass der halbe Kontinent (!) Spanisch (und die andere Hälfte Portugiesisch) spricht ist vermutlich der Grund, warum hier im Allgemeinen kaum Englisch gelernt wird. Damit wir nicht gänzlich abgehängt werden entschließen wir uns in Argentinien dazu, einen Sprachkurs zu machen. Mir geht es vor allem um eines: Mich mit den Südamerikanern besser verständigen zu können. Denn trotz aller Sprachbarrieren sind die Leute hier vor allem eines: Wahnsinnig nett und herzlich!

Für Spanisch-Begeisterte und solche die es werden wollen: Wir waren in der Sprachschule SP Spanish Courses (spanishcourses.com.ar) in Mendoza. Die Leiterin Cristina spricht neben Spanisch auch Deutsch und Englisch. Unterrichtet wird in der Regel einsprachig in Spanisch, die Lehrerinnen sprechen jedoch alle auch Englisch, falls man etwas nicht versteht. 4 Stunden Spanisch sind taff, vor allem weil die Gruppen sehr klein sind (wir waren zu viert). Kurz mal träumen und die Gedanken schweifen lassen ist nicht drin 🙂
Der Preis für eine Woche Unterricht liegt bei 210 US-Dollar. Nachmittags gibt es gemeinsame Aktivitäten wie zum Beispiel eine Wanderung durch die Vor-Anden bis hin zu einem einstündigen Vortrag über die Region Mendoza (natürlich auf Spanisch!).

Apps zum Spanisch lernen: Viele schwören auf Duolingo, was mir persönlich überhaupt nicht zusagt. Praktisch finde ich die kostenlosen Apps „Learn Spanish“ von Ufo Studio und Loecsen. Hier können die wichtigesten Phrasen der Sprache angehört und geübt werden. In Loecsen sind übrigends nicht nur Spanisch, sondern auch andere Sprachen verfügbar!

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