Kuba 2016

Ein Land zwischen Revolution und Stillstand. Zwischen Lebensfreude pur und Armut. Zwischen Schwarzmarkt und staatlichen Regularien. Ein Land mit vielen Gegensätzen.

Wenn ich an unsere 2,5 Wochen auf Kuba denke bin ich immer noch von der Lebensfreude und Freundlichkeit der Kubaner beeindruckt und schockiert über die Zustände. Ein Leben ohne Schwarzmarkt und /oder Gewerbe im Tourismus ist fast unmöglich. Und trotzdem sind uns die Kubaner stets freundlich und zuvorkommend begegnet. Wir sind durch Dörfer die nicht mehr als eine kleine Häusersammlung sind gefahren, wo wir bezweifeln das dort fließend Wasser und Strom existiert. Die Bewohner standen lachend und winkend am Straßenrand oder vor ihren Hütten. Uns sind stellenweise mehr Pferdefuhrwerke als Autos begegnet und auch hier wurden wir immer freundlich Gegrüßt. Je mehr Häuser ein Dorf hat, also umso städtischer es wurde, desto weniger Begeisterung haben wir hervorgerufen.

Wir haben immer ein Casa gefunden, ggf. wurde rumtelefoniert bis man uns unterbekommen hat. Die Casa Preise reichten von 25-35 CUC pro Nacht, pro Zimmer.

Die Casas waren alle in einem hervorragenden Zustand und sehr sauber. Bis auf in einem Casa (Matanzas), konnten unsere Host alle mit uns auf Englisch kommunizieren.

Die Casas haben jeweils über eine Klimaanlage, einen TV (oftmals Flachbildschirme) und eigenem Badezimmer verfügt. Auch die Badezimmer waren teilweise moderner als unsere Deutschen (unser Badezimmer ist aus den 50er/60er).

Doch sobald man das Casa verlassen hat, konnte man Armut begegnen. Verfallene Häuser in denen Menschen wohnen, Kinder die auf der Straße nach einem CUC fragen um sich was zum Essen zu kaufen, …

Hinzu kommt, dass bis auf die paar Straßen die von Touristen besucht werden, alles sehr schmutzig ist und viel Müll rumliegt. Das gilt sowohl für Havanna als auch für andere Städte. In Trinidad waren wir uns nicht sicher was für Flüssigkeiten aus den Häusern die Straße entlang liefen. Wasser? Abfluss?

Sowohl in Trinidad als auch in Havanna (nach Vadadero die mit am meisten besuchten Städte Kubas), entdeckt man neben den Haupttouristenstraßen viel Armut. Es ist wirklich Auffällig wie sehr sich die Häuser der normalen Kubaner von denen der Casa Particular unterscheiden.