Chile – Valparaíso

Zahlen, Daten, Fakten

Anreise:

Von Santiago de Chile, Stadtteil Bellavista: Mit der Metrolinie 1 von der Haltestelle „Baquedano“ nach „Pajaritos“. Hier ist das Busterminal nach Valparaíso. Es gibt mehrere Anbieter, die nach Valparaíso fahren. Auf den Infotafeln in den Schaufenstern der Anbieter steht, welche die Fahrt anbieten.

Wo schlafen wir:

AirBNB bei Nicole: https://abnb.me/8PyVTB96hL 

Was erleben wir:

Streetart bei „Tour 4 Tips“ –> https://tours4tips.com/valparaiso/

Reisebericht

„DA wohnt ihr?!“ Ein Kolumbianer, bei dem wir mittags an seinem Straßenstand auf dem Platz Sotomayor einen Kaffe genießen schaut uns erschrocken an. „Ja, aber ganz unten am Hügel“ ist unsere Antwort, da wir schon wissen worauf er hinauswill. „Ah, zum Glück, ja dort gehts noch“ meint er erleichtert. Angeblich ist nur das Stadtzentrum von Valparaíso sicher, die Gegenden auf den Hügeln sollen insgesamt eher unsicher sein. Die Menschen an den Kassen der kleinen Kioske sind hinter Panzerglas geschützt, Ladenfenster werden abends dreimal abgeschlossen. Als wir bei verschiedenen Leuten nachfragen ob es hier wirklich so gefährlich ist lautet der O-Ton „ihr müsst halt auf eure Taschen aufpassen“. Wenn das alles ist…
Wir verbringen den ersten Tag mit einer Hafenrundfahrt, Churros („Wir kann etwas, dass nur aus Fett und Zucker besteht nur so lecker sein?!“) und einem weiteren Kaffee beim Kolumbianer. Valparaíso ist für seine exzelente Streetart bekannt. Und wirklich, sogar auf dem vorbeifahrenden Müllauto ist ein Gemälde – leider zu schnell für mich und meine Kamera.

frisch gebackene Churros, eine süße Leckerei in Valparaíso
Hafenrundfahrt
entspannte Seehunde auf einer Boje
Ornament-Eule

Am nächsten Tag machen machen wir eine „Tour 4 Tips“. Für diese Tour gibt es keinen festen Preis, jeder gibt dem Guide am Ende so viel, wir er oder sie für richtig hält. In fließendem Englisch werden wir von unserem Guide quer durch Vaplaraiso, von deren Bewohnern liebevoll Valpo genannt, geführt. Auf die Hügel führen mehrere Schrägaufzüge, die den Bewohnern die anstrengenden Wege auf die Hügelgegenden erleichtern. Mit einer dieser Aufzüge fahren wir auf den Cerro Allegre. Wir fühlen uns wie große Kinder, als wir hier eine Rutsche runterrutschen können. Bewaffnet mit Regenschirm oder Kaffeebecher in den Händen rutscht so nach und nach jeder aus der Tour auf das untere Plateau. Rutschen scheint ein beliebter Sport in Valparaíso zu sein, denn später kommen wir noch an einem glatt polierten, steilen Weg vorbei, an dem früher das schmutzige Waschwasser abfloss. Heute wird dieser von uns Touristen als Rutschbahn genutzt 🙂

Aufzug auf den Cerro Allegre
Rutsche auf dem Cerro Allegre
Die Piano-Treppe, ein beliebtes Fotomotiv
Elektrische Stadtbusse, wirken auf uns wie fahrende Museen
Expressive Streetart

Bunte Pappbecher hängen quer über die Straße und setzen dem ohnehin schon zauberhaften Flair der Stadt noch das Sahnehäubchen auf. Am Schluss glühen unsere Füße und unsere Kamera, Valparaíso bietet unglaublich viel schöne StreetArt und Fotomotive, die es wert sind fotografiert zu werden.
Am Ende der Tour bekommen wir noch ein kleines Glas mit einem typischen alkoholischen Getränk aus Valparaíso, „damit das Trinkgeld größer ausfällt“. Eigentlich wären wir nach diesem Nachmittag schon um 7 reif fürs Bett, wir schaffen es trotzdem immerhin noch in eine Bar, um eine weitere Spezialität auszuprobieren: Limon con Cerveza. Was erwartet der Schwabe: Eine Art Radler. Bekommen haben wir ein Bier mit Zitronensaft und dekorativem Salzrand am Mundende. Na dann Prost…

 

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