Tag 1 – Anreise und lernen, dass auf Kuba nichts unmöglich ist

Flug mit Air France von Stuttgart nach Paris und anschließend weiter nach Havanna.

Abflug in Stuttgart Erwartungsgemäß ohne Probleme. Sicherheitskontrolle < 30 min.

Ankunft in Paris CDG und den richtigen Terminal suchen. Abflugs Gate wurde geändert, stand bei der Ankunft in Paris bereits an den Anzeigetafeln richtig dran.

Aufgrund von Streik der Fluglotsen und der Gepäckabfertigung sind wir mit 2h Verspätung in Paris losgekommen. Aussage der Servicemitarbeiter beim Gate „Die Manger beladen die Flugzeuge, damit irgendwas voran geht“

Preis/Leistung ist angemessen. Es gibt für jeden einen eigenen TV im Vordersitz, sowie eine Auswahl an deutschsprachiger Filme. Getränke wurden kurz vor den Mahlzeiten ausgegeben, anschließend war in den Küchenbereichen Selbstbedienung.

Tipp: Die 250ml Wasserfalsche vom Essen aufheben und diese auffüllen (auch mit Cola möglich), die Becher sind einfach sehr klein.

Während des Fluges konnte man im Küchenbereich sich die Beine ein bisschen vertreten und bei Stil Eis mit anderen Fluggästen in Kontakt treten.

In Havanna sind wir mit ca. 2,5h Stunden Verspätung gelandet und haben anschließend 2 h für die Passkontrolle, Sicherheitscheck (3 Detektoren standen zur Verfügung) und die Gepäckausgabe gebraucht. So dass es bereits Mitternacht war als wir aus dem Flughafen verließen.

Unser gebuchter Transfer war natürlich nicht am Flughafen, auf die Telefonnummern von Transfer und unserer ersten Unterkunft haben wir niemanden zuständigen erreicht. (Laut diverser Internetseiten müssen die ersten 3 Nächte vorgebucht sein, diese Buchung wollte niemand von uns sehen).

Ein freundlicher Sicherheitsbeamter hat uns ein VERNÜNFTIGES Taxi bestellt (es gibt auch private „Taxis“).

Der Taxi Fahrer war typisch kubanisch. Sehr freundlich und zuvorkommend. Er fuhr mit uns zur Adresse vom Vermieter und hat gemeinsam mit uns versucht unsere Unterkunft bzw. den Vermieter zu erreichen. Als dass alles nichts gebracht hatte fuhr er mit uns zum nächsten Hotel und organisierte ein Casa Particular (Vetternwirtschaft). So haben wir nachts um 2 Uhr eine saubere und sehr Gastfreundliche Unterkunft in Havanna für 35 CUC bekommen. Auf Kuba geht alles!

Kuba – Hotels/Resorts

wie diese zum Beispiel in Varadero, Cayo Coco und anderen Touristen Zentren zu finden sind.

Die Angestellt dort verdienen wirklich nur 20-30 USD (CUC = USD) und sind daher auf Trinkgelder angewiesen.

Je nach Angestellten Gruppe bekommen diese vom Hotel weder Trinken noch Essen, abgesehen von einer Wasserleitung. Auch hier freuen diese sich wenn ihr frisches Essen dort „vergisst“, ggf. auch gezielt nach Thermobecher fragen und diese an einer Getränke Station auffüllen lassen (bei all Inclusive tut das niemanden weh).

Bucht lieber ein günstigeres Hotel/Resort und gibt den Angestellten dort Trinkgeld. Teurere Hotels bedeuten nicht, dass die Angestellten mehr Geld verdienen.

Kuba – Verdienst auf Kuba

Wir haben uns mit vielen Kubanern unterhalten, der Verdienst ist ähnlich zwischen 18 CUC und 30 CUC. Wobei die 30 CUC eine Zahnärztin und Zahnprofessoren verdient, während die 18 CUC ein Hotelangestellter bekommt. Wie genau die Kubaner mit diesem Gehalt schaffen zu überleben, hat sich uns nur bedingt erschlossen. Ohne Trinkgelder (Tourismusbranche) oder Casa Particular scheint es nicht zu gehen.

Um den Irrsinn mit den Gehältern nochmal zu verdeutlichen: Auf Kuba kostet eine 1,5 l Wasserflasche 0,70 CUC bzw. 17,5 CUP. Einheimische zahlen das gleiche. Das heißt wenn ein Angestellter 25 CUC pro Monat verdient, kann er sich nicht mal das Wasser leisten, welches ein Mensch monatlich braucht.

Ja, das System ist unglaublich, aber leider so. Die Kubaner haben ihren Weg gefunden damit zu leben, wir können sie dabei unterstützen mit Trinkgeld oder den Kauf von Extras z.B. sich eine frische Kokosnuss ernten lassen.

Kuba – Supermarkt

Die Kubanischen Supermärkte haben mit unseren nichts gemeinsam. Die Anzahl der verfügbaren Produkte ist gering und beschränkt sich in der Regel auf Softdrinks, Schinken, Käse, Rum und ein paar Konserven wie Mayonnaise, Tomatensoße und ähnliches.
Frisches Obst und Gemüse wird auf einem Markt gekauft, oder von einem fahrenden Händler. Auf den Märkten wird nur eine bestimmte Anzahl an Menschen gelassen, weswegen sich davor eine lange Schlange bildet. Es gibt auch oftmals getrennte Obst und Gemüse Märkte, einen extra Laden für Eier und wieder extra die Bäckerei. Es schien uns fast, als ob eine Person notwendig ist, die jeden Tag das Essen für eine Familie einkauft. Einfach zum Aldi fahren und alles bekommen gibt es auf Kuba (noch) nicht.

Kuba – Essen

Es gibt viele Restaurants auf Kuba, diese unterscheiden sich selten preislich von europäischen Restaurants. Allerdings ist die Qualität extrem schlecht. Wir haben die Erfahrung gemacht, je günstiger und damit bezahlbarer für Einheimische, desto besser das Essen. Es finden sich auch ganz leicht Restaurants die preislich über europäischen Restaurants liegen.
Wenn man den Blick für die Einheimischen Restaurant gefunden hat, kann man in Kuba gut und günstig essen.
Beispiel Havanna: kleines Küstennahes Restaurant in Miramar: Frischen Fisch mit Gemüse, Hamburger und 2 Wasser für 10 CUC; Essen war sehr lecker.
Beispiel Matanzas: Romantisches Restaurant am Platz mit 2 Balkontischen ohne Klima. Haben ein Tisch innen bekommen mit 2 Ventilatoren rechts und links, die auf höchster Stufe liefen. Nach der Bestellung hat es ewig gedauert, bis die Getränke kamen und bis zum Essen haben wir gut eine Stunde gewartet. Das Essen war unterirdisch. Der Fisch sah weder nach Fisch aus, noch hat es danach geschmeckt. Ehr Richtung alter Schuhsohle mit nichts. Bei Fisch bin ich es gewohnt, dass sich dieser leicht zerteilen lässt, hier hatte sogar das Messer Probleme Stücke durchzuschneiden. Mit Getränke haben wir hier 26,50 CUC bezahlt.

Nach und nach haben wir die kleinen Cafeterien zu schätzen gelernte. Die Preise stehen meist in CUP dran. Kleiner Tipp: sollten CUC Preise stehen, geht weiterJ. Wir haben es mehrmals geschafft für 2 Pizzen Napolitana, 2 Wasser und 2 Espresso (Kubanischen Kaffee) 2 CUC zu bezahlen und das schmeckt besser als die Restaurants wo wir über 20 CUC bezahlt haben.
Es werden auch öfters Belegte Brötchen mit Käse und/oder Schinken angeboten.

Wenn man neben den Touristenstraßen läuft oder fährt findet man auch kleine Läden in denen selbstgemachtes verkauft wird. Kekse, Muffins, Salzgepäck etc. Auch hier wieder alles in CUP, also vorrangig für Einheimische. Eine Tüte Kekse mit einen klecks Marmelade haben wir für 10 CUP erstanden. Leider danach diese leckeren Kekse nicht wieder gefunden.
Eine Tüte Muffins mit 6-7 Stück haben wir für 1 CUC gekauft. Hier gibt es je nach Tageszeit verschiedene Sorten.

Kuba – Casa Particular

Sind Zimmer mit Bad von privaten Personen vermietet. Meist bekommt man einen Schlüssel um sein Zimmer abzuschließen und oftmals auch einen Schlüssel um auf das Grundstück oder in das Haus zu kommen. Der Preis liegt bei 25-35 CUC pro Nacht, pro Zimmer zzgl. Frühstück. Für das Frühstück haben wir meist 5 CUC pro Person, pro Frühstück gezahlt. Ein Frühstück beinhaltete bei uns Kaffee mit Milch, wahlweise Rührei, Omelett oder Frühstücksei, frisch gepressten Saft, Brot und Früchte. Butter, Käse und Schinken variierten.
Solltet ihr Vegetarier/Vegan oder was auch immer allergisch sein. Sagt das im Casa, auch wenn ihr nur Frühstücken wollt. Die Leute von dem Casa sind sehr gute Gastgeber, egal was ihr am Vorabend ausgemacht habt, ihr bekommt ein anderes Frühstück…besser. Z.B. gebratenen Schinken oder Schinken/Käse Sandwich. Käse ist auf Kuba sehr teuer, Schinken dafür billiger. Solltet ihr Butter wollen, sagt das am Abend davor und gibt eurem Gastgeber nochmal 1-2 CUC (je nachdem wie viel ihr bereits für das Frühstück bezahlt habt). Die Butter wird aus Deutschland importiert und ist auch sehr teuer auf Kuba. 125g kosten 3-4 CUC
Papaya, Guave und Ananas sind hier dafür sehr günstig. Eine riesen Papaya kostet ca. 0,50 CUC.
Die blau markierten Casas haben eine staatliche Lizenz, das Zimmer oder die Räume an Ausländer (Touristen) zu vermieten. (Es gibt auch rot markierte Casas, diese dürfen nur an Einheimische vermietet werden).
Diese Lizenz kostet 75 CUC pro Jahr und weitere 10% müssen vom Umsatz an den Staat abgeführt werden.

Kuba – Wasser

Trinkwasser in Flaschen ist auf Kuba sehr teuer. 1,5 l kosten im Laden 0,70 CUC. Jedoch führt nicht jeder Supermarkt (Mercado) Wasser. Wir haben manchmal 2-3 Supermärkte aufsuchen müssen, bis wir Wasser gefunden haben. Das Leitungswasser auf Kuba ist zwar zum Trinken frei gegeben, jedoch stinkt es dermaßen nach Chlor, dass wir dieses nicht trinken wollten.

Kuba – Toiletten

Für Kuba auf jedenfalls erwähnenswert. Auf Kuba muss man nicht immer für die Toilette bezahlen, aber auf jeden Fall immer für das Klopapier. Je nachdem wie viel ihr im Voraus bezahlt erhaltet ihr eine Portion Klopapier oder auch mal eine ganze Rolle. Nur weil ihr für die Toilette bezahlt, heißt es nicht, dass diese sauber sind. Das ist meist nicht der Fall. Je aufdringlicher eine Klofrau eine Bezahlung verlangt, desto schlechter ist der Zustand. Solltet ihr eine Rundreise durch Kuba machen, rechnet pro Toilettengang 1 CUC ein und packte euch Klopapier und Tempos ein (am besten aus Deutschland mitbringen).