2. Etappe: Indonesien – Bali (Tag 43 bis 46)

Ubud – Teil 2 und Uluwatu-Tempel

Mofa-Fahrten in Indonesien – Leben am Limit 😉

Wir besichtigen unseren ersten „großen“ Tempel in Indonesien, den „Elephant Cave“. Als wir mit unserem Roller dort ankommen tappen wir direkt in die erstbeste Touristenfalle: Die Frauen an den Verkaufsständen rufen uns zu, dass wir einen Sarong, ein großes Tuch, das um die Hüfte gebunden wird benötigen, um in den Tempel zu gehen. Stimmt, das hatte ich mal gelesen, natürlich haben weder Harry noch ich ein Hüfttuch dabei. Wir kaufen also zwei Sarongs, denn dieser Dresscode gilt tatsächlich auch für Männer! Kurz darauf stellen wir fest, dass man Sarongs auch kostenlos beim Tempeleingang leihen kann. Der Tempel selbst ist von außen sehr schön, von innen allerdings gar nicht so eindrucksvoll, wie ich ihn mir ausgemalt habe, es ist stickig und noch heißer als draußen. Der Dschungelwald um den Tempel herum gefällt mir besonders gut. 

Im Garten des Elephant Cave
Eingang zum Elephant Cave Tempel

Tags darauf fahren wir nach unserer Yoga-Session zum Tegenungan-Wasserfall. Was zunächst auch wieder touristisch wirkt ist auf den zweiten Blick sehr entspannt. Neben dem eigentlichen Wasserfall gibt es noch einen zweiten, unter dem man auch eine kleine Erfrischung genießt.

Beim Poispielen kommen wir in Kontakt mit den Indonesiern und wir geben den aufgeschlossenen Einheimischen einen sehr lustigen Poi – und Hula-Hoop Unterricht 🙂

Als wir nach Hause fahren bricht ein Regenguss über uns herein, vielmehr fühlt es sich so an, als stünden wir direkt unter einem Wasserfall. Wir flüchten mit unserem Moped unter den nächstbesten Unterstand, denn bei diesem Regen mit dem Zweirad auf der Straße unterwegs zu sein ist alles andere als ungefährlich. Innerhalb von Minuten reicht uns das Wasser bis an die Waden. Nach einer knappen halben Stunde ist das Schlimmste allerdings schon wieder vorbei.
Es ist 2 Uhr nachts und wir sind schon wieder auf den Beinen. Der Grund dafür ist eine Sunrise-Treakking-Tour zum Mount Batur, einem aktiven Vulkan im Norden Balis. Als wir im Shuttle mit den anderen Touristen sitzen fragen wir uns ernsthaft, warum wir uns nochmal hierfür entschieden haben… Das Frühstück das wir bekommen besteht aus einem kleinen Stück grünem Kuchen, wir hatten zum Glück noch eine Notfall-Verpflegung eingepackt. Als wir am Berg ankommen ist der Parkplatz übersät mit Touristenbussen. Kein Wunder, denn der Mount Agung, der andere Vulkan auf Bali auf dem normalerweise auch Touren stattfinden ist derzeit ungewöhnlich aktiv. Der Mount Batur ist der am meisten bewanderte Berg, den ich je gesehen habe. Eine Taschenlampen-Karavane läuft den Weg hinauf, von unten wirken die Taschenlampen-Lichter der Touristen wie eine Milchstraße am Nachthimmel. Der Aufstieg ist sehr anstrengend, denn der Weg ist steil und sehr uneben, an einigen Stellen müssen wir klettern. Trotz der Müdigkeit und der Anstrengung macht die Tour unglaublich viel Spaß. Als wir oben ankommen – kurz vor dem Sonnenaufgang – weht uns ein kühler Wind um die Nase. Leider ist es leider etwas bewölkt, sodass der Sonnenaufgang zunächst nicht ganz so beeindruckend wirkt. Als sich die Wolken jedoch für eine kurze Zeit verziehen hören wir von allen Seiten ein „Aaah“, ein Laut, den man sonst nur bei dem schönsten Silvesterfeuerwerk hört. Am Himmel erstreckt sich ein herrliches Farbenspiel während die orangefarbene Sonne mehr und mehr an Kraft gewinnt. Erst jetzt stelle ich fest, dass ich das erste Mal bewusst einem Sonnenaufgang zuschaue. Im Vergleich zum Sonnenuntergang hat dieser eine ganz eigene, besondere Magie. 

Sonnenaufgang auf dem Mount Batur
Affen am Krater
Wichtel, Harry und ich

Geschafft!
Wir nehmen Abschied von unserer liebgewonnenen Gastfamilie in Ubud und fahren nach Sanur, einem Ort an der Küste, von dem aus wir nach Nusa Lembogan weiterreisen möchten. Unser Guesthouse-Besitzer hier humpelt wegen eines Mopedunfalls mit Krücken durch den Garten. Kein Wunder – als wir abends selbst mit einem Moped unterwegs sind werden wir von allen Seiten und trotz Gegenverkehr überholt. Tempolimit und rote Ampeln? Nicht der Beachtung wert. Vorfahrt hat der, der schneller ist. Wir kommen trotzdem heil an unserem Ziel, dem Uluwatu-Tempel an und genießen die herrliche Aussicht im Sonnenuntergang. Die schroffen Felsenklippen im abendlichen Zwielicht sorgen für ein ganz besonderes Flair hier!

1. Etappe: Norwegen – weiter südlich (Tag 23 bis 28)

Bjørneparken und Rückreise durch Schweden

Elch statt Fisch

— Bilder folgen! —

Seit 22 Tagen sind wir nun schon unterwegs – noch 6 Tage die uns verbleiben bis wir spätestens wieder zu Hause sein wollen. Und ich habe noch immer keinen Elch gesehen, DAS Symbol Skandinaviens! Um das Risiko, dass ich in freier Natur keins der mächtigen Tiere zu sehen bekommte zu umgehen, gehen wir in den Bären-Tierpark „Bjørneparken“. Die Vorstellung, mich zwischen quengelnden und quietschenden Kindern zu den Elchen vorzukämpfen ist weniger einladend, hinzu kommt, dass wir 30 Euro pro Person dafür ausgeben, dass ich einen Elch sehen kann.
Tatsächlich sind gerade mal eine winzige Handvoll Besucher an diesem Wochentag (und außerhalb der Ferienzeit) im Park unterwegs. Bei der Fütterung im künftigen Winterquartier der Bären stehen wir fast hautnah bei den riesigen Tieren. Eine lange Zunge schlabbert durch die dicken Gitterstäbe nach den Erdbeeren der Zoo-Mitarbeiter, dicke Tatzen patschen gegen das Gatter. Wer bitte kam auf den Gedanken, ausgerechnet diese massigen Tiere als Kuscheltiere zu verniedlichen? Ich würde mich jedenfalls nicht zum Schmusen neben einen Bär stellen…

Wir schlendern mit den anderen 15 Besuchern von einem Programmpunkt zum nächsten. Hautnah erleben kann man hier nicht nur Bären, auch bei der Fütterung der Füchse sind wir mittendrin. Keckernd und grazil springen die schlanken Tiere von Baumstumpf zu Baumstumpf. Gemeinsam mit den anderen Besuchern öffnen wir unsere Hände mit dem Hundefutter-Stück darin. Flauschige Fuchsnasen schnuppern für einen Sekundenbruchteil über unsere Hand und schnappen das Futter heraus, dann sind sie auch schon wieder weg.
Achja, und Elche haben wir natürlich auch noch gesehen… 🙂

Wir fahren langsam Richtung Heimat. Nach einem kleinem Zwischenfall (unser Wohnmobil bleibt beim geplanten Frühstück auf der Wiese im Schlamm stecken und wir müssen uns von einem netten Landwirt auf seinem Traktor rausziehen lassen) kommen wir in Göteborg an. Abends gehen wir hier im „Thali“ indisch essen. Hier gibt’s nicht nur leckeres Essen sondern auch Tischdecken, die man bemalen kann und Operetten-Musik auf der Toilette 😉

Am nächsten Tag machen wir eine Wanderung, die irgendwie mal wieder länger dauert als erwartet. Unterwegs treffen wir eine Frau mit einem Korb voll Pfifferlingen beim Pilze sammeln, die uns, nachdem wir sie ausführlich zu den Eigenschaften eines Pfifferlings befragt hatten, ein „Vergleichsexemplar“ mitgibt. Es sollte der einzige Pfifferling an diesem Tag bleiben. Während der Wanderung sehen wir wahnsinnig viele Pilze, vielleicht aber auch nur deshalb, weil wir die ganze Zeit auf den Boden starren. Fliegenpilze, gelbe, violette, rosafarbene Pilze – aber eben keinen einzigen Pfifferling…

Tags darauf schlendern wir durch Malmö. Auf einem Platz ist ein Zelt aufgebaut, darüber ein Schild mit dem Titel „Oktoberfest“, davor zwei Männer mit grauen Zipfelhüten umringt von einer Schar quietschender Teenie-Mädels im Dirndl. Aus dem Zelt dröhnt eine deutsche Schlager-Melodie mit schwedischen Gesang. Sofort schlagen wir eine andere Richtung ein… Abgesehen von diesem skurrilen Fleck ist Malmö eine sehr schöne Stadt! Im Park essen wir eine Kanelbulle, eine Zimtschnecke nach schwedischem Rezept. Neben uns sitzten Frauen beim Junggesellinen Abschied mit Blumen im Haar und wir genießen die Sonne. Was für eine Idylle!

Tag 28: Wir kommen zu Hause an und stimmen uns gleich wieder auf die nächste Reise ein…

Tag 7 – Quedlinburg

Den letzten vollen Tag im Harz verbrachten wir in der wunderschönen Stadt Quedlinburg. Eine Stadt die man gesehen haben muss.

Quedlinburg besteht aus vielen kleinen liebevoll hergerichteten Fachwerkhäusern. Es gibt hier noch viele kleine Einzelhändler und süße Cafés.

Zu erwähnen das Café Frida K, die Münzenberger Klause zwischen den wohlklingenden Straßen Pölle und Hölle und das ehemalige Kartoffelhaus Mauerwerk.

Tag 6 – Hexentanzplatz und Rosstrappe OHNE Gewicht.

Die Rucksäcke konnten wir in der Pension lassen, sodass wir nur mit ein bisschen Proviant ausgestattet uns die Rosstrappe und den Hexentanzplatz anschauen konnten.


Der Weg zur Rosstrappe geht kontinuierlich bergauf und umfasst rund 4 km. Oben wartet eine fantastische Aussicht über das Bodetal.


Die „Schurre“ ist leider gesperrt, sodass wir den gleichen Weg zurück laufen musste. Marcus bevorzugte den Sessellift.

(Bild Sessellift )

Unten im Thal folgten wir die Bode flussabwärts bis zur Steinernden Brücke.

Von dort startet der beschwerliche Aufstieg zum Hexentanzplatz. Belohnt wir dieser Aufstieg durch wechselnden Untergrund und faszinierender Natur.

Ein Baum hat es uns besonders angetan.


Von dem Punkt war es nicht mehr weit nach oben. Reiseküken und Reiselady wurden zu Hexenküken und Hexenlady.


Nach einer rasanten Fahrt mit dem Harzbob (Sommerrodelbahn) ging es mit der Kabinenbahn hinab ins Tal.

Nachdem wir die Rucksäcke geholt haben, fuhren wir mit dem Bus nach Quedlinburg. Dabei bekamen wir einen kurzen Blick auf die Teufelsmauer.

Gesamtstrecke: 12 km

Gesamtlaufdauer: 2:52:00 h

Höhenmeter aufwärts: 1014

Höhenmeter abwärts: 750

Tag 5 – Altenbrak nach Thale

Von Altenbrak führte uns der Wanderweg hinab in das märchenhafte Bodetal. Wild verwachsene Bäume, tiefe Klippen und hohe Felswände säumten den Weg.



Stellenweise wartet man förmlich darauf, dass Kobolde und andere Farbelwesen hinter einem Baum hervorschauen. Die Bode brodelt unterhalb und die Vögel zwitschern lauthals aus dem Wald. Es ist Natur pur. Wunderschön und atemberaubend.



In Thale angekommen, wurde zuerst die Unterkunft bezogen und anschließend in der „Forelle“ gegessen.

Den Abend haben wir gemütlich im Apartment ausklingen lassen.

Gesamtstrecke: 17 km

Gesamtlaufdauer: 3:51:00 h

Höhenmeter aufwärts: 603

Höhenmeter abwärts: 746

Tag 4 – Königshütte nach Rübeland, Besichtigung der Baumannshöhle und weiter Wanderung nach Altenbrak

Nach einem reichlichen Frühstück sind wir nach Rübeland aufgebrochen. In Rübeland selber die berühmten Baumannshöhle und Herrmannhöhle, welche zu den ältesten Schauhöhlen gehören.

Nachdem Reiseküken und ich vor 2 Jahren die Herrmannhöhle besichtigten, wurde entschieden dieses Jahr die Baumannshöhle zu besichtigen.

In dieser Höhle sind der Goethesaal und der Wolfgangsee besonders zu erwähnen. Im Goethesaal finden bis zu 300 Personen statt für Theater, Konzert und Hochzeiten.

Von Rübeland ging es weiter nach Altenbrak. An Staudämmen vorbei und oben drüber.

An skurrilen Häusern vorbei.


Einfach immer weiter.

Bis wir in Altenbrak angekommen sind. Völlig fertig.

Gesamtstrecke: 30

Gesamtlaufdauer: 6:48:00h

Höhenmeter aufwärts: 797

Höhenmeter abwärts: 880

Tag 3 – Busfahrt Torfhaus nach Drei-Annen-Hohnen und Wanderung nach Königshütte

Nachdem wir am Vortag 5 Stunden durch den Regen gelaufen sind, unsere Schuhe gerade so am nächsten Tag trocken waren, haben wir in Torfhaus zuerst einen Outdoor Laden aufgesucht. Für den Einen gab es Regen- Gamaschen und Strümpfe, für den Nächsten ein Regencape und für mich Wanderstützstrümpfe. Sowie für alle zwei kleine Tüten.

Aufgrund meines Fußes mussten wir den Brocken leider ausfallen lassen. Mit dem Bus sind wir von Torfhaus nach Braunlage und dann weiter nach Drei-Annen-Hohne.


Von dort sind wir bis Königshütte gelaufen.

Kurz vor Königshütte gibt es einen wunderschönen Wasserfall.


In Königshütte waren wir in der Pension „Königshof“ untergebracht und Abendessen, sowie Frühstück gab es im Restaurant „Am Felsen“.

Zwischendrin sind wir noch kurz  zur Ruine Königsstein gewandert.


Mit zwei Flaschen Wein haben wir diesen Abend ausklingen lassen.

Gesamtstrecke: 10,5 km

Laufdauer: 3:45:00 h

Höhenmeter aufwärts: 108

Höhenmeter abwärts: 122

Tag 2 – Wanderung von Buntenbock nach Torfhaus

Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück uns dem Richten vom Broten für die Wanderung sind wir bei Sonnenschein gestartet.

Ziel Torfhaus, Rund 20 km laut Reiseführer.


Nach ungefähr 2 Stunden fing der Regen an. Geschützt im Wald konnten wir unsere Regensachen über die Wanderkleidung ziehen und weiter wandern. Kurz vor Altenau sind wir einem falschen Weg gefolgt und in Altenau heraus gekommen. (10 km waren erreicht). Von Altenau führte uns der Weg viele Treppen wieder nach Oben und über eine Wiese. Wenig später gaben die Schuhe den Kampf gegen das Wasser auf.


Tipp: kleine Tüten und trockene Socken parat haben. Nasse Socken ausziehen, Füße trocknen, trockene Socken und Tüten anziehen und zurück in die nassen Schuhe. Weiterlaufen.

Nach weiteren 12 km sind wir nass, kaputt und leicht lediert in der Jugendherberge Torfhaus angekommen. Mein linker Fuß tat höllisch weh. Unterwegs muss ich irgendwann umgeknickt sein.
Hinweis: Zahlt die 15-20€ pro Person mehr und geht in das Resort.

Bei Schnitzel und Spätzle im Bavaria haben wir den Tag ausklingen lassen.

Laufstrecke: 22 km

Laufdauer: 6:42:53 h

Höhenmeter aufwärts: 642

Höhenmeter abwärts: 345

Tag 1 – Ankunft in Osterode und Wanderung nach Buntenbock

Um 6:00 Uhr klingelte der Wecker, nach einem Kaffee und den letzten Gepäckcheck bin ich mit der Stadtbahn zum Hauptbahnhof gefahren.

8:05  Uhr Abfahrt nach Frankfurt. Dort sind wir umgestiegen und weiter nach Göttingen gefahren. Um 12:46 Uhr Ankunft in Osterode.

Die Stadt Osterode bietet wunderschöne historische Gebäude. Zu erwähnen ist hier das historische Rathaus. Liebevoll gepflegt und restauriert fühlt man sich in die  Vergangenheit zurück versetzt. Auf dem Marktplatz laden zahllosen Cafés und Eisdielen zum verweilen ein.

13:46 Uhr, Ankunft unserer Mitreisenden. Gemeinsam starten wir die Wanderung am historischen Rathaus.


Die erste Etappe umfasste 13,83 km, 525 Höhenmeter aufwärts und 213 Höhenmeter abwärts.

Gelaufen sind wir diese Strecke in 3:36:07.

In Buntenbock haben wir in der bezaubernden Pension „Haus Hoheneck“ reserviert und wurde herzlich Willkommen geheißen. Ein gemütliches Haus, was an Oma erinnert.

Das Abendessen haben wir gegenüber in der „Harzer Speisekammer“ zu uns genommen.


Gemütliches Restaurant, freundliche Bedienung und vegetarische Gerichte. Genug um sich nach einer Wandertour zu stärken.