2. Etappe: Indonesien – Sulawesi (Tag 67 bis 77)

Die UnterwasserWELT

Ein kleines Stückchen Paradies

Es ist nicht so, dass mir bisher langweilig gewesen wäre. Es ist auch nicht so, dass mich die Strandbars gestört oder mir die leckeren Drinks darin nicht geschmeckt hätten. Aber irgendwie hatte das Gefühl, mal Abstand genau davon zu brauchen und Orte zu sehen, die touristisch noch nicht so erschlossen sind. Und so sitzen wir heute im Flugzeug nach Manado, Sulawesi. Unsere Unterkunft hier ist das Homestay „Rumah Singgah Manado“ und ist mit umgerechnet ca. 6,50 Euro pro Nacht (nicht pro Person!) inklusive Frühstück die günstigste Unterkunft, die wir jemals hatten. Viel interessanter aber: Unsere Gastgeberin Sella betreibt mit ihrem Mann eine Non-Profit-Organisation, die sich in Umweltschutz-Themen engagiert. Unter anderem engagieren sie sich für Umweltbildung, sie etablieren Recycling-Infrastrukturen in Dörfern und kümmern sich um die Wiederaufforstung eines Mangroven-Waldes.  Wer weiterlesen will: https://www.manengkel.net

Mit einem Mikrolet, einem der Minibusse hier in Manado, fahren wir zum Hafen. Die Soundanlage hier ist wohl das, was in dieser Klapperkiste noch am besten funktioniert 🙂 Am Hafen nehmen wir ein Public Boat zu der Insel Bunaken, angeblich ist hier ein Paradies für Taucher. Nach und nach wird unser Boot voll geladen mit Wassergallonen, Bananen, Farbeimern und Tofu, mit Plastikstühlen und auch mit ein paar Touristen. 

Mikrolet Bus in Manado

Unser vollbeladenes Boot auf der Fahrt nach Bunaken

Die Bunaken sind kein unentdecktes Paradies mehr – aber sie sind ein Paradies. Unsere Unterkunft „The Tandjoeng“ ist direkt am Strand und beim Abendessen sehen wir aufs Meer hinaus und hören die Wellen rauschen. Irgendwo spielt einer Gitarre, jemand singt dazu. Dann wieder Meeresrauschen.

[Keine Bildunterschrift nötig. Spricht für sich.]

Der nächste Morgen beginnt früh, mit 4 anderen Touristen sitzen wir im Boot um Delfine zu sehen. Ich mache mir vorsorglich nicht zu viele Hoffnungen, wer weiss ob wir überhaupt welche sehen werden. Meine Befürchtungen sind unbegründet: Wir sehen gleich mehrere Schulen (Gruppen von Delfinen) und einige die ganz neugierig sind schwimmen sogar neben dem Boot her! Ich dachte eigentlich, Delfine seien einfach nur die Lieblingstiere von kleinen Mädchen im Grundschulalter. In Wahrheit sind sie wunderschöne, starke und faszinierende Lebewesen – nur leider zu schnell für unsere Kamera 🙂

Unsere frühmorgendliche Tour hält nicht nur Delfine, sondern auch noch zwei Schnorchelspots bereit. Bei einer Sichtweite von mindestens 25 Metern sehen wir wahnsinnig viele Fische und auch Schildkröten, die in einer Seelenruhe durchs Wasser gleiten. Jedes Mal, wenn ich denke „jetzt hab ich aber alle Arten der Fische hier gesehen!“ schwimmt einer an mir vorbei, den ich bisher noch nicht gesehen hatte, ganz so als wollte er mir sagen „Ätsch, nee hast du nicht!“ Ich bin – mal wieder – die Letzte auf dem Boot. Das Schnorcheln hat uns überzeugt: Die Insel ist wirklich ein Paradies für Taucher und so lassen wir uns von der allgemeinen Euphorie hier anstecken – wir machen den Tauschschein. In den folgenden Tagen sehen wir unter anderem den wunderschönen und hochgiftigen Feuerfisch, Clownfische, Seesterne und Schildkröten, Seeschlangen und riesige Fischschwärme, Meeresschnecken mit bunten Tupfen und Kreaturen, die sich gar nicht so recht beschreiben lassen. Der Begriff „Unterwasserweltist also mehr als angebracht!

Blick vom Boot ins Wasser auf die Korallen

#CouldStayHereForever 😉

Schreibe einen Kommentar