2. Etappe: Indonesien – Nusa Lembogan (Tag 47 bis 51)

Tänze und schnorcheln auf der Insel

Wesen aus anderen Welten

Regen begleitet uns, als wir mit unserem Fastboat von Sanur nach Lembogan fahren. Auf Nusa Lembogan sind wir erstmal auf der Suche nach einer Unterkunft. Wir laufen quer über die Insel, durch Hinterhöfe und einen Bungalow-Park, bis wir endlich etwas in unserer Preisklasse finden. Abends sind wir auf einem Fest an der Yellow-Bridge, es wirkt wie ein Jahrmarkt.

Yellow Bridge bei Tageslicht

Ein kitschiges Kinderkarusell dreht sich stockend am Eingang, es riecht nach gebratenen Würstchen und in einer Ecke stehen Männer um einen Glücksspiel-Würfeltisch. Abgesehen von zwei anderen „Weißen“ sind wir die einzigen Touristen.
Wir ziehen uns unsere Sarongs über und betreten den Tempel. Aus den Lautsprechern dröhnt laute Gamalan-Musik, auf der Bühne führen Kinder traditionelle Tänze auf. Fasziniert setze ich mich an den Rand. Im Halbdunkel sehe ich den Kindern zu, die in verschiedenen Gruppen nacheinander ihr Können zeigen. Die Bewegungen der Hände und Finger sind unglaublich filigran!

Tänze der Kinder im Tempel

Die Einheimischen sehen mit weniger Aufmerksamkeit zu. Keiner der Anwesenden aus dem Publikum klatscht Beifall, als sich die Tanzgruppen auf der Bühne abwechseln. Die Kinder tun mir Leid, auch deshalb, weil sie von ihrer Lehrerin streng zurechtgewiesen werden, wenn sie mal am falschen Fleck stehen oder gar „aus der Reihe tanzen“.
Nach den Tänzen der Kinder treten Schauspieler auf die Bühne. In prächtiger Kostümierung wird ein Stück aufgeführt, von dem wir leider kein Wort verstehen. Schade, denn das Stück muss unglaublich lustig sein, die Frau neben mir fällt vor Lachen sogar vom Stuhl 🙂


Irgendwann kommen wir müde im Homestay an. Riesige Fledermäuse flattern um die Gartenlampe ♡

Der Abend danach: Wir landen wieder auf dem Jahrmarkt. Heute ist es jedoch bedeutend voller als gestern. Auch heute führen die Kinder wieder ihre Tänze auf, diesmal allerdings mit Kostümierung und aufwendigem Make-up. Gestern war wohl nur die Generalprobe.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich bereits weiter auf die Gili-Inseln. Allerdings ist das Boot hierfür schon komplett ausgebucht. Sogar auch für den Tag darauf! Wir nutzen die „Zwangspause“ von zwei zusätzlichen Tagen und gehen schnorcheln. Das Boot bringt uns zum Manta-Point. Den Begriff „Manta“ kannte ich davor nur im Zusammenhang mit einer Automarke. Warum alle so einen Wirbel um dieses Tier machen konnte ich bis dato nicht nachvollziehen – bis ich den ersten Manta sehe. Schwerelos und majestätisch gleitet der riesige Rochen durchs Wasser, er wirkt wie aus einer anderen Welt. Während des Schnorchelns sehen wir hier viele, einmal sogar 4 Mantas übereinander im Wasser. Ich komme als Letzte wieder auf dem Boot an.

Aussicht auf Lembogan

Wir besuchen die Devil’s Tear, unser letzter Spot in Lembogan, bevor wir weiterreisen. Riesige Wellen klatschen an die schroffen und ausgehöhlten Felsen, langsam fließt das Wasser wieder von den Klippen zurück ins Meer.

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