1. Etappe: Norwegen – weiter südlich (Tag 23 bis 28)

Bjørneparken und Rückreise durch Schweden

Elch statt Fisch

— Bilder folgen! —

Seit 22 Tagen sind wir nun schon unterwegs – noch 6 Tage die uns verbleiben bis wir spätestens wieder zu Hause sein wollen. Und ich habe noch immer keinen Elch gesehen, DAS Symbol Skandinaviens! Um das Risiko, dass ich in freier Natur keins der mächtigen Tiere zu sehen bekommte zu umgehen, gehen wir in den Bären-Tierpark „Bjørneparken“. Die Vorstellung, mich zwischen quengelnden und quietschenden Kindern zu den Elchen vorzukämpfen ist weniger einladend, hinzu kommt, dass wir 30 Euro pro Person dafür ausgeben, dass ich einen Elch sehen kann.
Tatsächlich sind gerade mal eine winzige Handvoll Besucher an diesem Wochentag (und außerhalb der Ferienzeit) im Park unterwegs. Bei der Fütterung im künftigen Winterquartier der Bären stehen wir fast hautnah bei den riesigen Tieren. Eine lange Zunge schlabbert durch die dicken Gitterstäbe nach den Erdbeeren der Zoo-Mitarbeiter, dicke Tatzen patschen gegen das Gatter. Wer bitte kam auf den Gedanken, ausgerechnet diese massigen Tiere als Kuscheltiere zu verniedlichen? Ich würde mich jedenfalls nicht zum Schmusen neben einen Bär stellen…

Wir schlendern mit den anderen 15 Besuchern von einem Programmpunkt zum nächsten. Hautnah erleben kann man hier nicht nur Bären, auch bei der Fütterung der Füchse sind wir mittendrin. Keckernd und grazil springen die schlanken Tiere von Baumstumpf zu Baumstumpf. Gemeinsam mit den anderen Besuchern öffnen wir unsere Hände mit dem Hundefutter-Stück darin. Flauschige Fuchsnasen schnuppern für einen Sekundenbruchteil über unsere Hand und schnappen das Futter heraus, dann sind sie auch schon wieder weg.
Achja, und Elche haben wir natürlich auch noch gesehen… 🙂

Wir fahren langsam Richtung Heimat. Nach einem kleinem Zwischenfall (unser Wohnmobil bleibt beim geplanten Frühstück auf der Wiese im Schlamm stecken und wir müssen uns von einem netten Landwirt auf seinem Traktor rausziehen lassen) kommen wir in Göteborg an. Abends gehen wir hier im „Thali“ indisch essen. Hier gibt’s nicht nur leckeres Essen sondern auch Tischdecken, die man bemalen kann und Operetten-Musik auf der Toilette 😉

Am nächsten Tag machen wir eine Wanderung, die irgendwie mal wieder länger dauert als erwartet. Unterwegs treffen wir eine Frau mit einem Korb voll Pfifferlingen beim Pilze sammeln, die uns, nachdem wir sie ausführlich zu den Eigenschaften eines Pfifferlings befragt hatten, ein „Vergleichsexemplar“ mitgibt. Es sollte der einzige Pfifferling an diesem Tag bleiben. Während der Wanderung sehen wir wahnsinnig viele Pilze, vielleicht aber auch nur deshalb, weil wir die ganze Zeit auf den Boden starren. Fliegenpilze, gelbe, violette, rosafarbene Pilze – aber eben keinen einzigen Pfifferling…

Tags darauf schlendern wir durch Malmö. Auf einem Platz ist ein Zelt aufgebaut, darüber ein Schild mit dem Titel „Oktoberfest“, davor zwei Männer mit grauen Zipfelhüten umringt von einer Schar quietschender Teenie-Mädels im Dirndl. Aus dem Zelt dröhnt eine deutsche Schlager-Melodie mit schwedischen Gesang. Sofort schlagen wir eine andere Richtung ein… Abgesehen von diesem skurrilen Fleck ist Malmö eine sehr schöne Stadt! Im Park essen wir eine Kanelbulle, eine Zimtschnecke nach schwedischem Rezept. Neben uns sitzten Frauen beim Junggesellinen Abschied mit Blumen im Haar und wir genießen die Sonne. Was für eine Idylle!

Tag 28: Wir kommen zu Hause an und stimmen uns gleich wieder auf die nächste Reise ein…

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