1. Etappe: Norwegen – Oslo (Tag 1 bis 3)

Ankomst i Norge

Nein, das sind keine Tippfehler, sondern ist norwegisch

Mitags um 13 Uhr in Oslo landen klingt per se nicht schlecht. In der Theorie hat man dann ja noch was vom Tag. In der Praxis sieht das leider anders aus: Wenn man am Vortag nachts um 1 am Flughafen sitzt, weil man sowieso nicht schlafen hätte können, braucht man nicht zu glauben, am nächsten Tag nach etwa zwei Stunden Schlaf munter und ausgeruht in Norwegen zu landen… Irgendwie geht’s doch, das Adrenalin und die Neugier auf die fremde Stadt halten davon ab, im Stehen einzuschlafen. Die ersten beiden Tage zeigt sich Norwegens Hauptstadt von seiner besten Seite: Strahlender Sonnenschein und Temperaturen von über 25 Grad sind wohl leider selbst jetzt im August eher eine Seltenheit. Nachdem mich Harry, der schon seit Mitte Juni in Skandinavien unterwegs war, am Flughafen mit seinem mit Luftballons dekorierten Wohnmobil abgeholt hatte, gehts direkt in die Hauptstadt. Das Wohnmobil (kostenlos geparkt in der Rathkesgate) abgestellt, die Fahrräder abgeladen und los zur Stadterkundung! Ohne zuvor einen Blick in irgendeinem Reiseführer zu werfen, aber um erstmal ein Bild von der Stadt zu bekommen völlig ausreichend. Und – so entdeckt man auch schöne Flecken, die man sonst nie gefunden hätte! Das Fahrrad ist hier natürlich ein ungeheurer Luxus – so schafft man einfach viel mehr Strecke als zu Fuß, obwohl Oslo sehr „bergig“ ist und so die geplante 3 Kilometer Radtour richtig anstrengend werden. Die Stadt ist in jedem Fall einen Besuch wert. Architektur (wie zum Beispiel die neue Oper), Sehenswürdigkeiten, Kultur (Museen), vor allem aber das Flair, das die Stadt versprüht – es gibt eine Slackline mitten in der Stadt!

Mit dem Rad quer durch Oslo

Zudem sind die Menschen hier wirklich sehr nett und hilfsbereit. Besonders schön war der Vigeland-Park. Hier stehen 212 Figuren aus Naturstein und Bronze, erbaut von dem Bildhauer Gustav Vigeland. Zugegeben, eine klassische Touristen-Attraktion, aber eben auch absolut beeindruckend.

 

Figuren im Vigeland-Park

Mal nebenbei – ich bin der Meinung „Wo viele Touristen sind, ist es meistens auch schön“. Klar, überfüllte Strände will niemand. Aber gewisse Orte aus Trotz zu meiden, weil viele Touristen dort sind ist auch nicht immer eine Lösung. Denn es gibt schließlich einen Grund, warum sich Touristen an gewissen Orten sammeln – ist eben schön da.

Lange Rede kurzer Sinn – der Vigeland-Park ist sehr großflächig angelegt, und so ist es trotz des perfekten Wetters in der Hochsaison noch lange nicht von Menschen überfüllt. Gerade diese Weitläufigkeit des Parks und die Vielzahl der ineinander verschlungen Figuren finde ich besonders schön.

Tags drauf wollen wir ins Kinderkunst-Museum. Wie der Name schon sagt, ist dort Kunst von Kindern (Zeichnungen, Skulpturen, …) aus allen Herren Ländern ausgestellt. Leider hat dies, als wir um 14 Uhr dort ankommen, bereits geschlossen. Schade, denn allein von außen sieht das Gebäude bereits vielversprechend aus. Pippi Langstrumpf hätte sich dort sehr wohl gefühlt! Wir hätten besser mal zuvor nach den Öffnungszeiten gesehen, denn gegen Ende oder gar außerhalb der Saison sind die Öffnungszeiten von Kultureinchtungen ganz schön eingeschränkt.

Etwas enttäuscht über das geschlossene Museum fahren wir zum Holmenkollen, den wir eigentlich erst nach dem Kinderkunst-Museum besuchen wollten. Mit 15 Euro ist der Eintritt für DIE Skisprungschanze Norwegens zwar nicht ganz günstig, allerdings gibt’s das Skisprung-Museum noch mit dazu. Hm, ich bin bei weitem kein passionierter Skispringer… Ist aber trotzdem ganz interessant mal zu sehen, aus welcher Höhe sich freiwillig Menschen in die Tiefe stürzen.

Pinguin James auf dem Holmenhollen

An Klettergurt und Rolle, die von der Spitze aus in die Tiefe schießt, hätte man das sogar noch getreuer nacherleben können. Allerdings ist uns das für ca. 70 Euro pro Person doch etwas zu teuer…

 

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